Winterwunder
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Bewunderung für den Winter

Text Matthias Claudius, Refrain Nemo

Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
Und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.

Winter, Winder, harter Mann:
Du ziehst uns warme Kleider an.
Was ich nur im Winter seh,
ist der wunderbare Schnee.

Aus Blumen und aus Vogelsang
Weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Trank und warmen Klang
Und alle warmen Sachen.

Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
Und Teich und Seen krachen,
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
Dann will er tot sich lachen.

Winter, Winder, harter Mann:
Du ziehst uns warme Kleider an.
Was ich nur im Winter seh,
ist der wunderbare Schnee.

instr.

Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande,
Doch hat er auch ein Sommerhaus
Im lieben Schweizerlande.

Da ist er denn bald dort, bald hier,
Gut Regiment zu führen,
Und wenn er durchzieht, stehen wir
Und seh'n ihn an und frieren.

Und wenn er durchzieht, stehen wir
Und seh'n ihn an - (Musik weg) und frieren.