Trolltexte
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Es gibt durchaus ein Pseudo in Perplex, dass sich auf die Fahne geschrieben hat, für Unruhe zu sorgen, den Gegenpart zum Lieblichen zu bieten.

Energisch betreibt es seinen Job
und wird dabei mitunter grob.
Entsprechend ist sein Dasein trübe:
Manchmal von drei Pseudos
bekommt es Hiebe auf die Rübe.

Wie aus diesem teilweise reimenden Schlenker schon zu ersehen ist, bewegen sich unser trolliges Pseudo und seine Sparring-Partner im Ring der Dichtkunst:


   

Von Perplex Nr. 584 bis 610 hat Nemo daraus eine Homepage-Seite www.pseudozeitung.de/fatrat.htm gestrickt. Jetzt geht es erst mal weiter mit Phantomboxen - also nur Nemos Beiträge sind hier für einige Zeit aufgelistet. Wir springen mitten hinein ins Kampfgetümmel:

Tja, Fata Morgana 615-6 und 615-24, die Ratte greift 615-21 zu einer Dichter-List: Sie stellt den Strom an und schleppt ein Gebläse in den Boxring. Dann darfst du natürlich auch ein stromverbrauchendes Gerät in die Runde werfen. Im ersten Schwung fällt mir eine Nebelmaschine ein. Hier die Folgen:

Ein Motor heult,
ein Nebel quillt.
Der Boxring wird sehr weiß.
Das Publikum nicht weiß:
Gewinn, wo hin?
Zu Gebläse oder Nebelmaschin?

Als sich der Nebel lichtet,
scheinen die Ringer vernichtet.
Denn nur zwei Maschinen
pusten sich wütend an.

Fata schlich sich fort auf leisen Sohlen
und auch die Ratte ging verstohlen
fort vom Ring.
Feigling!

Du hast Sockrattus 615-13 hingegen in eine Groß-Socke gesteckt und oben zugeschnürt. Da wird die Ratte wohl im PP 616 reimen:

Aus deiner Schnürung komm ich locker raus.
Mein Rattenzahn schafft das.
Dich, du fatale Fantasie,
werf ich dann in ein Dunkelfass.

Harren wir der Reime...

Auf 615-20 wirft Sockrattus uns Lesern ja schon mal einen Leckerbissen zu, um hämisch ihn zu bedichten:

Olfaktorisch abgesichert
die Ratte in der Socke kichert.
Andere Wesen würden krank
bei dem Gestank.

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Gereimter Kommentar zu Sockrattus 614/7 und 30:

Schlechtes Benehmen,
karge Themen:
PP 614 hatte
ne ziemlich platte
Ratte.

„Ach Fata“ hier,
„Ach Nemo“ da -
das Nagetier
schwimmt in Blabla.

Wir müssen dir wohl Themen schenken,
zum Sokrates-fernen Socken-Denken?

Gedanken die mir heute kamen:
Gibst du deinen Fliegen Namen?
Eugen links, Emilie rechts -
Fliegen beiderlei Geschlechts...

Können sie sich gar vermehren?
Müssen wir dann Perplex auskehren
wegen all der Fliegenscheiße?

Oder klärst du das auf deine Weise:
Lässt nur von Fräulein dich umgeben...
Demnächst erwart ich Spinnenweben.

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PP 613:

Erreichst mit nur zwei Reimen du
deine Wahrheit schon? Ich gratulier!
In einer schlichten Welt lebst du:
Sockrattus, das Vier-Zeilen-Tier.

...............................

PP 633:

Hängen wir ihn auf an Schnauz und Schwanze
so lassen sich überbrücken
mit einer aufgehängten Ratte ganze
zwanzig Zentimeter Lücken.

.........

Unsinnsgedicht zur Frühlingszeit, angelehnt an Sockies 611/3:

Die Fastnacht ist nun schon vorbei.
Die bunten Socken ruhn.
Die Ratte nagt Lumpen entzwei

und sucht nach Sommerschuhn.
 

Die Zeichnung enthält das erfundene Wort "Sackphoenix". Voraus ging ein Dichter-Hickhack zwischen Fata Morgana und Sockrattus, bei dem Sockrattus sich als Phönix aus der Asche sah. Eher wird es aber nur ein erbärmlicher Ratten-Phönix aus der Socke, meint Nemo und zeichnet obiges.

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Spiegelt man die Gedichte von Sockrattus, ersetzt also „Sockrattus“ durch „Fata Morgana“ und umgekehrt, kommen Texte heraus, die die beleidigenden Elemente seiner Textlein hübsch verdeutlichen.

Nidoricapus geht übrigens mit dem Spiegeln direkt ins Wort hinein: „Sackrottus“ 626/217 - dem entspräche dann „Fama Vera“ für Fata Morgana (lateinisch „der wahre Bericht“... jaja, ich weiß, dass der Ausgangsbegriff "Fata" arabisch und nicht lateinisch ist).

in diesem Sinne 626/13:

Sockrattus mit seinem Unterleibs-Schal
ist so verlaust wie ein Schakal.
Will er sich mal etwas lüften,
windet er sich um Fatas Hüften.

... und 626/29:

Gefühlvoll ist Fata von gestern bis morgen.
Sockrattus sollt´ sich davon noch heute was borgen.

(Beide Texte spiegeln in Länge und inhaltlichem Prinzip je einen Sockrattus-Text)

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627/2

Kürt eine Ratte sich zum Heros
so hängt das Bild leicht schief:
Kultur zeigt nur Sokrates.
Ratten sind primitiv.

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Sockrattus, unsre Meckertüte,
will 623/12 schmusen?
Ach du meine Güte!

Du wirst begehrt - von Fliegen,
die bei Gestank
Orgasmus kriegen.

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Kommenta zu Fata Morgana 623/29:

Auf einem Fuß Sockrattus hüpft
dezent er seine Socke lüpft.
Vor Eifer er fast überbordet,
weil Fata ihn zum Tanz auffordert.

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Gemalt sei alles Wirkliche abstrakt,
behauptet unsre Ratten-Socke.
Was passiert, wenn mich die Laune packt,
ich ihn in eine gemalte Wanne locke?

zu 623/32

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Poetische Trampelei 622/9:

Wer selten schleimt,
wer holprig reimt
(fünf mal auf -ar),
der kommt wohl klar
mit dem Neuen Jahr.

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622/38, 622/34, 622/28: Poetische Kitzelei
 

Fata Morgana empfiehlt Nasenklammern.

Tochter der Nacht den Schwanz belacht.

Sockrattus hört man derweil jammern:

Kein Leckerlein wird mir gebracht!“

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Fata Morgana widmet 627/25 Sackrottus´ Ertrinkungstod sechs pralle Vierzeiler. Ja, da stirbt er nun, unser Kulturkläger. Ich greife eine deiner Begriffs-Erfindungen und die Tiefsee-Szenerie mal auf, um ihm auch noch was hinterherzureimen:

Der Rattengnom auf Tiefsee trifft
als Leiche, und er ist so sehr versifft,
dass kein Viech ihn fressen will -
so bleibt er halt ein See-Fossil.

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Mistfliegen finden ihn ganz süß.
Voll verlaust ist er überdies.
Er hält sich für nen Pfiffikus,
ich eher denke: Pampelmus.
Als bissig-frech erklärt er sich.
Ich denke eher: stänkerisch.
Gegeneinander reimen wir manchen Stuss -
hier Nemo und dort Sockrattus.

(Damit der Reim hier klappt, habe ich das rheinische Wort „Stuss“ eingebaut. Ich hoffe mal, dass der Begriff Socky Rat bekannt ist - er bedeutet „Mist“)

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Hinweis an Sockrattus 633/24:

Willst du ein Weibchen erreichen,
muss du deinen Text aufweichen:

Aufgehängt an deinem Söckchen
gleichst du einem dürren Stöckchen.
Hast du denn ein Näbelchen?
Schließt du je dein Schnäbelchen?

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Zuguterletzt ein Vierzeilgruß
dem Hoppeltext von Sockrattus:

Loblied an mich von dumpfer Ratte,
die meinen Reim im Riecher hatte.
Klar ist sie dem nicht zugeneigt,
was ihre Maße übersteigt.