Grundeinkommen
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Thema Grundeinkommen - ich rede nicht von bedingunglos

Wichtig ist mir: Die Verwaltung der sozial Schwachen muss in der Vorplanung auf ein Zehntel heruntergeschraubt werden. Ab solcher Ersparnis nur nämlich rentiert sich ein "bedingungsloses Grundeinkommen" - wenn es eben ohne den immensen Formularkram auskommt.
Da muss der Staat maximale Aufmerksamkeit drauf richten: Dass diejenigen Verwalter, die jetzt Arbeits- und Sozialämter füllen, nicht bei Aufträgen haften bleiben, die es nicht mehr gibt, und andere einstellen, die die neuen Aufträge verwalten.
Die zweite Aufmerksamkeit "des Staates" - Vorsicht, das sind dann ja in der Praxis schon wieder Verwalter - muss klar dem Betrug gelten. Nur wer dreißig Jahre mit nur deutscher, nicht auch noch sonstiger Staatsbürgerschaft zu siebzig Prozent in Deutschland lebte, ist anspruchsberechtigt.
Die Prüfung all der Betrugsversuche wird zum Hauptjob. Die Geldausgabe dann muss ganz verwaltungsarm stattfinden.
Also leicht wird dieser fiktive Umbau des Sozialstaates nicht :-)

Problem: Die Schwarzarbeit könnte überhand nehmen: Die Leute geben ihre Zusatzeinkommen nicht an.

Problem: Die Mieten in Deutschland. Wegen denen reichen 500 Euro nicht. 200-Euro-Pro-Person-Und-Monat-Wohnungen sind erforderlich.

Aber jetzt mal ein paar Zählereien. Ich habe im Moment noch nicht das Buch „Was fehlt, wenn alles da ist?“ von Häni / Kovce, das zum Wandel da hin angeblich Wege vorschlägt. Sondern ich rechne mal naiv los nach mehreren Richtungen:

Jeder bekommt 500

Die nächsten 500 sind steuerfrei. Also bis 1000 Euro Einkommen: Keine Steuer.

500 nächste 100 Steuer 1400

500 nächste 200 Steuer 1700

500 nächste 250 Steuer ... dabei bleibt´s.
Das sind 50 Prozent Besteuerung von Verdiensten oberhalb von 2200 Euro.

  

Schrittweiser Abbau des bedingungslosen Grundeinkommens bei Eigen-Einkommen:

100 verdient 450 dazu hat 550

200 verdient 400 dazu hat 600

300 verdient 350 dazu hat 650

400 verdient 300 dazu hat 700

500 verdient 250 dazu hat 750

600 verdient 200 dazu hat 800

700 verdient 150 dazu hat 850

800 verdient 100 dazu hat 900

900 verdient 50 dazu hat 950

1000 verdient ok. Werbung dafür machen: Verdien dir deine 1000 selbst (die sind genau steuerfrei)
  

Kindergeld: Erstes Kind + 500, zweites Kind + 400, drittes Kind + 300, viertes Kind + 200, fünftes Kind + 100, ab sechstem Kind nix mehr.

Achtung: Bei dem finnischen Experiment "Kela" 2017 und 2018 blieben die Bürokratien erhalten, weil diejenigen Empfänger von Grundeinkommen weiter in der Verwaltungsmühle steckten, die für Kinder (und ich nehme an, auch für Wohnung und was-weiß-ich) Zusatz-Geld-Anträge stellten.
Es darf also beim Grundeinkommen nur obiges ganz schlichtes Kindergeld für jeden ohne Formularberg geben. Und ansonsten darf es keine Tür für Zusatzanträge geben.

Mehrwertsteuer 20 %

Zinsen werden erst ab 2 % Zinsenhöhe und 20.000 Sparvermögen versteuert mit 20 %

Keine Kirchensteuer mehr --> Umnutzung von Kirchenräumen. Sie werden vermietet an den Staat oder, falls sich welche finden, an Privatleute: Vermietet und - bei passenden Angeboten - verkauft. Damit finanziert sich die Kirche vorerst.

Was soll das Grundeinkommen denn nun eigentlich bewirken?

Heimlich hofften die Ausbeuter, dass mehr Leute irgendwelche Jobs übernehmen. Das ist in Finnland "Kela" 2017 und 2018 nicht passiert. Die Berufewelt wurde nicht karger und nicht bereichert durch das Angebot des Grundeinkommens.
Etwas Unbezahlbares ist aber eingetreten: Diejenigen, die Grundeinkommen erhielten, fühlten sich glücklicher. Sie hatten den Eindruck, von Bürokratie weniger verfolgt zu werden. Sie hatten den Eindruck, mehr wertgeschätzt zu sein. Sie hatten mehr Vertrauen in den Staat.

    

Aha. Und nun zur Verwaltung, die aus meiner Sicht der Maßstab für ein Durchführen des Grundeinkommens ist: Sie soll als Sozialverwaltung weniger zu tun haben. Und sie soll umgewidmet werden.

Wo braucht es denn mehr Arbeit als bisher?
Ich bringe ein einfaches Beispiel: Es braucht mehr Männer als Grundschullehrer.

Und ein vertracktes Beispiel: Es braucht da mehr Verwaltung, wo sie hinterherhängt.

Aber es braucht in der Bilanz weniger Verwalter, im Einzelnen ein paar Jahre hingegen viele von den jetzigen mit anderer Aufgabe. Öffentliche Verwaltung müsste transparent gemacht und umgeschichtet werden. Das Aufarbeiten von juristisch Aufgeschobenem, bis alles bis auf die Richterarbeit eine Woche nach dem Fall präsent ist, wäre ein schöner Auftrag für die 80 Prozent an Verwaltungstätigen, die durch Transparentmachen und Umorganisieren gar nicht mehr nötig wären.
    

Damit entgleite ich meinem Räsonieren über Höhe und Einfügen eines bedingungslosen Grundeinkommens in mögliche Echt-Einkommen. Ich gerate zu Themen in Deutschland, zu denen ich nur mal Überschriften nenne:

Einstellungsstopp für Verwaltung im Staat für 10 Jahre. Verwaltungsarbeit wird erheblich umgewidmet.

Baustopp (kein weiteres Land mehr bebauen) für 10 Jahre.